Deutschland

Weitere Entlassung eines bayrischen Infizierten aus Quarantäne

Bayern/München. Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Dienstag, den 25.02.2020, über die aktuelle Entwicklung bei den Fällen mit dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bis zum frühen Dienstagnachmittag keine neuen Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit hat es bislang (Stand 17.15 Uhr) insgesamt 14 bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern gegeben.

1 Infizierungsfall aus Klinik entlassen – Letzter Infizierter aus Bayern noch in Quarantäne

Davon befindet sich nur noch ein Fall in der München Klinik Schwabing. Mittlerweile ist ein weiterer Fall aus der München Klinik Schwabing entlassen worden. Grundlage dafür waren die RKI-Kriterien zur Aufhebung von Isolierungsmaßnahmen und zur Entlassung aus dem Krankenhaus. Im Laufe der vergangenen Woche wurden bereits nach und nach 12 der 14 Infizierten aus Bayern entlassen.

Bayrische Ärzteverbände und Krankenhausgesellschaften sprachen über Lage in Italien

Zu der Coronavirus-Lage in Italien gab es am Dienstag im Gesundheitsministerium in München ein Gespräch mit Ärzteverbänden und der Bayerischen Krankenhausgesellschaft. Besprochen wurden dabei unter anderem Details für das Vorgehen im Fall möglicher Infektionen von Reisenden, die aus Italien zurückkehren. Dieser Personenkreis wird zudem gezielt informiert.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml erläuterte nach dem Treffen: „Wir müssen jetzt alles daran setzen, einzelne Infektionen so früh wie möglich zu erkennen. Wichtig ist zunächst zu klären, ob überhaupt ein begründeter Verdachtsfall vorliegt.“

Bei Verdachtsfall umgehend telefonisch den Hausarzt kontaktieren

Wer dies befürchtet, sollte sich telefonisch an den Hausarzt wenden. Ein begründeter Verdachtsfall besteht bei Personen, die Symptome haben und sich vorher in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Wer in Italien mit einem Coronavirus-Erkrankten persönlichen Kontakt hatte, sollte sich umgehend an sein Gesundheitsamt wenden.

Weltgesundheitsorganisation hat bislang noch keinen Pademiefall ausgerufen

Huml betonte: „Aktuell hat die WHO noch keinen Pandemiefall ausgerufen. Bayerns Gesundheitsbehörden sind dennoch gut gerüstet. Die Gesundheitsbehörden haben durch das Infektionsschutzgesetz verschiedene Möglichkeiten und Befugnisse, um Infektionsschutzmaßnahmen einzuleiten und durchzusetzen. Wichtig ist jedoch, immer im konkreten Einzelfall zu entscheiden und dabei mit Augenmaß vorzugehen.“

Bayrische Krankenhäuser auf mögliche Krankheitsfälle vorbereitet

Huml verwies darauf, dass die bayerischen Krankenhäuser auf mögliche Krankheitsfälle vorbereitet sind: „Bayerns Krankenhäuser stellen sich auf die Versorgung stationär behandlungsbedürftiger Patienten ein und halten im Rahmen ihrer Kapazitäten entsprechende qualifizierte Versorgungsangebote vor.“

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