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Luftwaffe holte 124 Personen aus Wuhan nach Deutschland zurück

Köln/Wuhan/Helsinki/Frankfurt. 124 Personen sind am 1. Februar 2020 aus Wuhan nach Deutschland zurückgekehrt. Die Rückkehrer sind symptomfrei gestartet. Das Berichtet das Bundesgesundheitsministerium. Als Vorsichtsmaßnahme und um sie und weitere Menschen zu schützen, werden sie in einer Kasernenunterkunft in Germersheim in Rheinland-Pfalz 12 bis 15 Tage lang isoliert. „Wenn man mir in zwei Wochen vorwirft, übertrieben vorsichtig gewesen zu sein, bin ich zufrieden – denn dann hat sich alles gut entwickelt“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am 1. Februar 2020 auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Von Köln nach Wuhan – 124 Personen aufgenommen

Der Start der Maschine war am Freitag, den 31. Januar 2020 in Köln gewesen. Von dort ging es mit einem Direktflug nach Wuhan. Nachdem 124 Personen, darunter 100 deutsche Staatsbürger, 24 Chinesen, 1 US-Bürger sowie 1 Rumäne aufgenommen wurden, ging der Rückflug um etwa 02.20 Uhr Ortszeit (Wuhan) los. Unter den 124 Personen waren 20 Kinder.

Russische Behörden verweigerten notwendige Zwischenlandung

Bislang war geplant gewesen, das eine notwendige Zwischenlandung in Russland stattfinden würde. Dort sollte die Maschine aufgetankt und ein Besatzungswechsel stattfinden. Jedoch untersagten die russischen Behörden der Maschine der Luftwaffe den Flughafen anzusteuern. Als Begründung gab die russische Regierung offiziell mangelnde Kapazitäten am Flughafen an, wie Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer in einer Pressekonferenz erklärte.

Finnische Hauptstadt Helsinki diente als Zwischenstopp

Statt in Moskau wurde die Maschine in die finnische Hauptstadt Helsinki umgeleitet. Dort konnte der regulär notwendige Zwischenstopp mit dem Betanken und Besatzungswechsel stattfinden. Kurz vor 14.30 Uhr startete die Maschine auf dem Flughafen in Helsinki in die Bundesrepublik. Um 16.40 Uhr erfolgte die sichere Landung auf dem Flughafen Frankfurt am Main.

Nach der Landung nach Germersheim – 1 Verdachtsfall

In Deutschland angekommen wurden die Passagiere aus China noch an Board von medizinischem Personal untersucht. Eine zweite Untersuchung erfolgte im Frankfurter Medical Assessment Center. Von den 124 Personen wurden 11 Passagiere in die Frankfurter Uniklinik eingeliefert. Dort konnte bei 10 Personen andere medizinische Ursachen als Ursache gefunden werden und nicht der Coronavirus. Bei einer Person kann jedoch nicht die Coronavirus-Erkrankung ausgeschlossen werden. Für den Rest erfolgte durch des Bundesministerium für Gesundheit die Beförderung mit mehreren Bussen zum Luftwaffenausbildungsbataillon Germersheim. Dort werden sie nach Maßgabe des Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die nächsten 12 bis 15 Tage verbringen. Germersheim war bereits auf die Aufnahme der Passagiere aus Wuhan vorbereitet.

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