Deutschland

Keine aktuellen Corona-Fälle in Sachsen – Gesundheitsministerin informiert

Sachsen. In Sachsen gibt es nach wie vor keine laborbestätigten Infektionsfälle mit dem neuartigen Corona-Virus. Darüber informierte am Dienstag, den 25.02.2020, die Gesundheitsministerin Petra Köpping die Staatsregierung auf der Kabinettssitzung. Es gab in Sachsen bisher insgesamt sechs Verdachtsfälle. Alle diese Personen wurden negativ auf das Corona-Virus getestet und trotzdem als Vorsichtsmaßnahme häuslich isoliert. Es handelt sich um eine Person aus dem Erzgebirgskreis, die in der Firma Webasto in Bayern direkten Kontakt zu einer infizierten Person hatte. Und es handelt sich zudem um fünf Rückkehrer des Kreuzfahrtschiffes MS Westerdam. Auch diese wurden negativ getestet, zeigen keine Krankheitssymptome und haben sich trotzdem als Vorsichtsmaßnahme häuslich isoliert. Diese Isolation dauert noch bis Ende dieser Woche. Danach ist für alle Rückkehrer die 14-tägige häusliche Isolation beendet und damit die maximale Inkubationszeit vorüber. Mit einem Auftreten einer COVID-19-Erkrankung ist nicht mehr zu rechnen.

Sachsens Gesundheitsministerin bittet darum Ruhe zu bewahren

Gesundheitsministerin Petra Köpping erklärte: „Auch wenn das Corona-Virus durch die Erkrankungen in Italien näher an Sachsen heranrückt, bitte ich darum, die Ruhe zu bewahren. Die Gesundheitsämter, Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte sind sehr gut vorbereitet und wissen was zu tun ist. Alle Krankenhäuser Sachsens sind in der Lage, Infektionspatienten gut und sicher zu behandeln und ebenso zu isolieren.“ Die Ministerin ergänzte: „Ich verweise in dem Zusammenhang auf die aktuelle Grippewelle. Sie beschäftigt die Ärzte in Sachsen mit inzwischen über zehntausend Influenza-Fällen viel mehr. Hier zeigt sich ebenso, dass Gesundheitsbehörden und Mediziner gut gewappnet sind und die Situation professionell meistern.“

Die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus ist in Sachsen weiterhin gering, kann jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Als Corona-Verdachtsfall gelten die Personen, die über Symptome von Atemwegserkrankungen verfügen und direkt aus einer Corona-Krisenregion kommen oder direkten Kontakt zu Personen aus einer Krisenregion hatten. Die Ministerin erklärte: „Für diese Personen gilt, sich telefonisch direkt in einem Krankenhaus anzumelden und sich unverzüglich dorthin zu begeben. Dort werden alle weiteren Tests eingeleitet.“ Neben dem Klinikum St. Georg in Leipzig gibt es ebenfalls im Klinikum Dresden und Chemnitz spezielle Stationen für Infektionskrankheiten. Die Universitätsklinika in Dresden und Leipzig sind für solche Erkrankungen ausgestattet. Darüber ist jedes Krankenhaus in der Lage, Patienten mit Infektionskrankheiten für einen gewissen Zeitraum zu isolieren. Da beim Corona-Virus keine strikte Isolierung wie etwa bei Ebola notwendig ist, sollte dies problemlos möglich sein.

Alle Gesundheitsminister der Länder stehen in täglichem Austausch

Alle Gesundheitsministerien der Länder stehen in täglichem Kontakt mit dem für Infektionskrankheiten zuständigen Robert-Koch-Institut in Berlin und bewerten täglich die aktuelle Lage. Der Freistaat Sachsen ist mit den Möglichkeiten der Landesuntersuchungsanstalt selbst in der Lage, die entsprechende Labordiagnostik von Speichelproben durchzuführen.

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