Deutschland

Hamburg intensiviert Austausch mit italienischen Behörden

Hamburg. Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) informiert darüber, dass Hamburg aufgrund der aktuellen Entwicklung der Coronavirus-Erkrankungen in Norditalien mit über 150 bestätigten Fällen den Austausch mit den italienischen Behörden intensiviert hat. Bis jetzt hat das Robert-Koch-Institut (RKI) Italien nicht zum Risikogebiet erklärt. Rückkehrern aus den betroffenen Regionen in Norditalien wird empfohlen, sich an die entsprechenden Hinweise auf den Internetseiten des RKI und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu halten.

Bei Kontakt mit erkrankter Person umgehend Behörden informieren

Reisende, die mit einer in Italien an COVID-19 erkrankten Person einen persönlichen Kontakt hatten, sollten sich umgehend an ihr Gesundheitsamt wenden. Alle anderen Reisenden aus italienischen Regionen mit COVID-19-Erkrankungsfällen, die innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten nach telefonischer Anmeldung und unter Hinweis auf die Reise einen Arzt aufsuchen. In Hamburg stehen alle relevanten Akteure des Gesundheitswesens in regelmäßigem Austausch miteinander, um die erforderlichen Maßnahmen schnell aktuellen Entwicklungen anpassen zu können. Reisende werden am Flughafen, am Hafen, am Hauptbahnhof sowie am Hamburger Busbahnhof über Meldewege informiert. In Hamburg gibt es weiterhin keinen bestätigten Fall einer Coronavirus-Erkrankung.

Deutsche Bundesregierung steht mit italienischen Behörden in regem Austausch

Nach der Abriegelung einiger italienischer Städte wegen des Coronavirus hat sich die Deutsche Bundesregierung mit den dortigen Behörden in Verbindung gesetzt. Die deutsche Botschaft und die deutschen Konsulate in Italien stehen mit den italienischen Behörden in Kontakt für den Fall, dass italienische Maßnahmen Deutsche betreffen.

Auch Hamburg befindet sich mit den italienischen Behörden in engem Informationsaustausch und beobachtet die Lage akribisch. Bis jetzt hat der Robert-Koch-Institut (RKI) Italien nicht als Risikogebiet erklärt, dennoch ist Hamburg gut vorbereitet. Die BGV steht mit dem Gesundheitsamt im Bezirk Mitte, in dem der Hauptbahnhof und der ZOB liegen, im Austausch und plant, das Informationsangebot des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) auf die Bahn und den Busverkehr auszuweiten, um Reisende, die aus Italien ankommen und entsprechende Symptome bei sich feststellen, über Meldewege und Ansprechpartner in Hamburg zu informieren.

Informationsmaterialien auf deutscher, englischer und chinesischer Sprache wurden bereits am Hamburger Flughafen und im Hamburger Hafen ausgelegt

Hamburg hält eine Vielzahl an klinischen Einrichtungen vor, die Patienten mit entsprechenden Symptomen medizinisch versorgen können. Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) verfügt über eine Infektiologie mit ausreichend Kapazitäten. Die anderen Hamburger Kliniken verfügen ebenfalls über Isolierzimmer. Bei einer größeren Anzahl von Erkrankten ist es jederzeit möglich, dynamisch zu reagieren und auch Betten gegebenenfalls zeitnah umzuwidmen. Bei Bedarf koordiniert der Fachstab Seuchenschutz in Hamburg relevante Maßnahmen.

Zum aktuellen Zeitpunkt empfehlen die zuständigen Behörden entsprechend der Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes für asymptomatische Einreisende aus Risikogebieten eine freiwillige häusliche Isolation bis 14 Tage nach Ausreise. Bei Fragen können sich Hamburger Bürgerinnen und Bürger, die gegebenenfalls aus den Risikogebieten eingereist sind, an den Hamburg-Service unter der Nummer 115 (Montag bis Freitag von 07.00 – 19.00 Uhr) oder an das zuständige Gesundheitsamt ihres Bezirks wenden. Ebenfalls bietet das Bundesministerium für Gesundheit eine Hotline für Anfragen aus der Bevölkerung an, die unter der Telefonnummer 030 – 346465100 zu erreichen ist. Die Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz informiert zudem regelmäßig über ihre Informationskanäle und Pressemitteilungen über den aktuellen Stand zum Coronavirus in Hamburg.

Robert-Koch Institut hat Risikogebiete in China weiter ausgeweitet

Für den Fall, dass ein Gesundheitsamt von einer Person erfährt, die innerhalb der letzten 14 Tage aus einem Risikogebiet eingereist ist, informiert das zuständige Gesundheitsamt den Einreisenden über das COVID-19-Ausbruchsgeschehen, Krankheitsbild, mögliche Krankheitsverläufe und Übertragungsrisiken. Es erfolgt eine individuelle Befragung, um das individuelle Risiko zu erheben und Maßnahmen festzulegen. Gleichzeitig ist es damit möglich, bei Auftreten von Symptomen die medizinische Versorgung zu koordinieren. Über die Telefonnummer 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes können medizinische Fragen aufgenommen werden.

Das RKI hatte am 07.02.2020 die Risikogebiete in China ausgeweitet und vier Großstädte (Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou) in der Provinz Zhejiang in Küstennähe im Osten Chinas mit ins Risikogebiet eingeschlossen hat. Es handelt sich hierbei um das Gebiet südlich angrenzend an Hamburgs Partnerstadt Shanghai. Bis dato war die Chinesische Provinz Hubei (inklusive Stadt Wuhan) als Risikogebiet eingestuft worden. Aus diesem Grund wurde die Beobachtung am Hamburger Hafen verdichtet, unter anderem in Zusammenarbeit mit der Gemeinsamen Leitstelle der Wasserschutzpolizei der Küstenländer.

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