Deutschland

Grenzschließungen werden abgelehnt – Gesundheitsminister mehrerer Länder trafen sich

Deutschland/Berlin. Erstmals wurden Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg und in Nordrhein-Westfalen bestätigt. Beide Länder haben einen Krisenstab eingerichtet, der durch das Robert Koch-Institut (RKI) sowie das Bundesgesundheitsministerium (BGM) unterstützt wird. Zum Gesundheitszustand der Patienten unterrichten die jeweiligen regionalen Behörden. Ziel sei es, so Jens Spahn, die Infektionsketten so schnell wie möglich zu unterbrechen.

Kontaktpersonen von Infizierten müssen ausgemacht, untersucht und unter häusliche Quarantäne gestellt werden

Kontaktpersonen der Infizierten müssten dafür identifiziert und untersucht werden und anschließend für die Inkubationszeit von zwei Wochen in häuslicher Quarantäne betreut werden. Das deutsche Gesundheitswesen sei für diese Situation gut vorbereitet, so der Gesundheitsminister. Es sei allerdings ebenso wichtig, dass sowohl medizinisches Personal als ebenfalls die Bevölkerung den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und der regionalen Behörden folgen. Ärzte sind demnach angehalten, Verdachtsfälle ebenso nach möglichen Kontakten zu Infizierten oder Reisen in Infektionsgebiete zu fragen.

Im Verdachtsfall Arzt anrufen – Nicht jeder Husten ist eine Cornoa-Infektion

Bürger sollten im Verdachtsfall den Arzt anrufen und das weitere Vorgehen gemeinsam besprechen. „Wir empfehlen der Bevölkerung, nicht hinter jedem Husten eine Corona-Infektion zu vermuten. Dass sie jedoch ihren Hausarzt anrufen und die Behandlung abklären, wenn sie innerhalb von 14 Tagen nach Reisen in Gebiete, in denen Infektionen vorgekommen sind, Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln“, so Spahn.

Anordnung – Piloten müssen vor Landung in Deutschland Tower über Gesundheitszustand der Passagiere berichten

Spahn ordnete zudem an, dass Piloten auf noch mehr Flügen als bislang vor der Landung in Deutschland dem Tower über den Gesundheitszustand ihrer Passagiere zu berichten haben. Das gilt künftig ebenso für Flüge aus Iran, Südkorea, Japan und aus Italien. Bislang galt das nur für Direktflüge aus China.

Außerdem hat Deutschland Kontakt zu Bus-, Bahn- und Fluggesellschaften aufgenommen, um Reisende über aktuelle Entwicklungen zu informieren und Handlungshinweise zu geben, für den Fall, dass sie Symptome bemerken. Auf europäischer Ebene ist geplant, Schutzausrüstung für medizinisches Personal zu beschaffen.

Mehrere Gesundheitsminister unterschiedlicher Ländern haben sich ausgetauscht – Grenzschließungen werden abgelehnt

Die Gesundheitsminister Italiens, Österreichs, Kroatiens, der Schweiz, Sloweniens, Frankreichs und Deutschlands haben sich darauf geeinigt, Reisende von und nach Italien nach dem gleichen Muster über das Virus zu informieren. Außerdem wollen die Länder epidemiologische Daten sowie Informationen zum klinischen Management der Epidemie zwischen den Ländern austauschen. Generelle Grenzschließungen lehnten die Gesundheitsminister ab. Ob Großveranstaltungen abgesagt werden müssen, solle von Fall zu Fall geprüft werden.

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