Deutschland

Forschung zum Coronavirus in Hessen – Sozialminister besuchte Virologe

Hessen/Frankfurt am Main. Hessens Sozialminister Kai Klose tauschte sich bei einem Besuch in der dritten Februarwoche 2020 in der Virologie des Universitätsklinikums Frankfurt mit Prof. Dr. Sandra Ciesek aus und ließ sich am Elektronenmikroskop das Coronavirus SARS-CoV-2 zeigen.

Sozialminister tauschte sich mit forschenden Ärzten vor Ort aus

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 und dessen Ausbreitung beschäftigen derzeit Medizin und Forschung weltweit. Ebenso im Universitätsklinikum Frankfurt, wo bis vor wenigen Tagen zwei infizierte Personen behandelt wurden, befassen sich Virologinnen und Virologen intensiv mit der Erforschung des Erregers. Sozial- und Integrationsminister Kai Klose tauscht sich dort bei einem Besuch mit diesen Ärzten aus. „Wir setzen alles daran, Bürgerinnen und Bürger vor Infektionskrankheiten wie dem neuartigen Coronavirus zu schützen. Deshalb arbeiten wir eng mit nationalen Behörden, örtlichen Gesundheitsämtern und Universitätskliniken wie hier in Frankfurt zusammen“, so Klose. „Aktuell zeigt sich, dass sich die bestehenden Strukturen auch in der Praxis bewähren und eng ineinandergreifen. Das gilt in besonderem Maße für die vorbildliche und engagierte Arbeit des Frankfurter Gesundheitsamtes und hier am Universitätsklinikum Frankfurt.“

Intensive Suche nach Wirkstoffen zur Therapie – Forschung am laufenden Band

Aktuell wird umfangreich am neuen Coronavirus geforscht. Nachdem es gelungen ist, SARS-CoV-2 in Zellkulturen anzuzüchten und so daran forschen zu können, wird jetzt intensiv nach Wirkstoffen gesucht, die zur Therapie der Erkrankung dienen könnten. Das Institut hat diesbezüglich viel Erfahrung und bereits beim Ausbruch von SARS 2003 mehrere wirksame Stoffe entwickeln können, die ebenso Einzug in der klinischen Anwendung fanden. Aktuell wird außerdem die Stabilität von SARS-CoV-2 untersucht und mit dem SARS-Virus von 2003 verglichen. Damals hatte das Institut herausgefunden, dass SARS-CoV in eingetrocknetem Zustand bis zu 6 Tagen auf Oberflächen infektiös bleibt – ob dies das neue SARS-CoV-2 ähnlich stabil ist, sollen die laufenden Studien zeigen.

Bislang mehrere hundert Testungen durchgeführt

„Wir möchten mit unserer Forschungsarbeit unter anderem mehr darüber herausfinden, wie das Virus übertragen wird und welche Organe oder Zellen infiziert sind“, erläutert Prof. Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie.

Neben der Erforschung trägt die Virologie auch dazu bei, die medizinische Diagnostik zu verbessern. Aktuell finden täglich mindestens zweimal aufwändige molekularbiologische Untersuchungen auf das SARS-CoV-2 im Labor statt. Insgesamt wurden schon mehrere hundert Testungen durchgeführt.

Abläufe der molekularbiologischen Analysen beobachtet

Minister Klose konnte sich bei seinem Besuch einen eigenen Eindruck über diese diagnostischen Untersuchungen machen. So konnte er sowohl die Abläufe der molekularbiologischen Analysen beobachten als ebenso mehr über die Möglichkeiten, das infektiöse Virus mittels spezieller Techniken in Zellkultursystemen nachzuweisen, erfahren. Einen Blick auf die Struktur des neuartigen Coronavirus erhielt er beim Blick in das Elektronenmikroskop, wo er das typische Bild des SARS-CoV-2 sehen konnte.

„Um ebenso in Zukunft auf solche gesundheitlichen Herausforderungen reagieren zu können, sind neue wissenschaftliche Erkenntnisse über das neuartige Coronavirus essentiell. Hierzu leistet die Forschungsarbeit der Virologie an der Universitätsklinik Frankfurt einen wertvollen Beitrag“, sagt Minister Klose.

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