Deutschland

DRK-Kliniken Berlin beantwortet wichtige Fragen zu Isolierten

Berlin. Die DRK-Kliniken Berlin Köpenick wurden vom Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes gebeten, die Bundesregierung bei der Unterbringung von deutschen Staatsangehörigen, die aus dem chinesischen Wuhan evakuiert werden sollen bezüglich dem Coronavirus, zu unterstützen. Diese sind am Sonntag, den 09.02.2020, am Flughafen Berlin Tegel gelandet und wurden anschließend an die DRK-Kliniken Berlin Köpenick gebracht, wo sie für 14 Tage isoliert untergebracht werden. Zwischen den Rückkehrern, die zur Coronavirus-Abklärung im Isolierbereich untergebracht sind, und der Patientenversorgung durch die DRK Kliniken Berlin Köpenick gibt es keinen Kontakt.

Im Folgenden beantworten die DRK-Kliniken Berlin die wichtigsten Fragen rund um die Betreuung der Rückkehrer.

Tragen die Rückkehrerinnen und Rückkehrer das Coronavirus?

Nein, bisher gibt es keine bestätigten Coronavirus-Fälle. Die Rückkehrerinnen und Rückkehrer wurden nach ihrer Ankunft in den DRK Kliniken Berlin Köpenick vom zuständigen Amtsarzt getestet. Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat am 10.02.2020 darüber informiert, dass die Rückkehrerinnen und Rückkehrer alle negativ auf den neuartigen Coronavirus getestet worden sind.

Die Quarantäne wird für die Dauer von 14 Tagen fortgesetzt. Dies ist notwendig, um festzustellen, ob sich Rückkehrerinnen und Rückkehrer doch infiziert haben, sich jedoch beim ersten Test noch in der 14-tägigen Inkubationszeit der Erkrankung befanden. Dabei handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme. So wird ausgeschlossen, dass sie den Virus unerkannt weitergeben können und es wird gewährleistet, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Patientinnen und Patienten und Angehörige dauerhaft geschützt sind.

Können die Patientinnen und Patienten der DRK Kliniken Berlin Köpenick weiterhin uneingeschränkt versorgt werden?

Ja. Die Patientenversorgung ist weiterhin uneingeschränkt möglich. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Patientinnen und Patienten sowie Angehörige können sich wie gewohnt in allen Bereichen bewegen. Der Isolierbereich ist klar abgegrenzt und nicht zugänglich.

Können auch besondere Patienten wie Schwangere oder ältere Menschen weiterhin an den DRK Kliniken Berlin Köpenick versorgt werden?

Ja. Die Patientenversorgung ist uneingeschränkt auch für Patientengruppen, die besondere Infektionsrisiken haben, möglich. Dies ist durch die komplette räumliche und personelle Trennung von Patientenversorgung und dem Isolierbereich gewährleistet.

Wer wird im Isolierbereich der DRK Kliniken Berlin Köpenick versorgt?

Im Isolierbereich, der vom Deutschen Roten Kreuz in einem Nebengebäude der DRK Kliniken Berlin Köpenick eingerichtet wurde, werden deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger versorgt, die sich in dem Risikogebiet für das Coronavirus in China aufgehalten haben. Alle Personen, die in Köpenick untergebracht sind, waren bei der Aufnahme symptomfrei. Die ersten Testergebnisse nach der Untersuchung durch den zuständigen Amtsarzt waren ebenfalls negativ.

Wie werden die Rückkehrerinnen und Rückkehrer an den DRK Kliniken Berlin Köpenick betreut?

Die Rückkehrerinnen und Rückkehrer werden von Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes betreut. Die DRK Kliniken Berlin Köpenick unterstützen das Deutsche Rote Kreuz mit Kräften dabei, die gute Versorgung der Rückkehrerinnen und Rückkehrer unter Berücksichtigung aller notwendigen Isolierungsmaßnahmen sicherzustellen, sind selbst aber in die Betreuung nicht involviert.

Welche Maßnahmen werden ergriffen, damit sich möglicherweise Erkrankte im Isolierbereich nicht gegenseitig infizieren?

Sobald das Virus bei einer Person nachgewiesen wird, kann sie nicht länger im Isolierbereich an den DRK Kliniken Berlin Köpenick betreut werden. Sie benötigt dann eine besondere medizinische Versorgung und muss getrennt von den restlichen Rückkehrerinnen und Rückkehrern isoliert und in eine andere spezialisierte medizinische Einrichtung verlegt werden.

Werden die Rückkehrerinnen und Rückkehrer durch Personal der DRK Kliniken Berlin versorgt?

Nein. Die DRK Kliniken Berlin stellen auf Wunsch Bundesregierung lediglich die Räumlichkeiten für die Unterbringung zur Verfügung. Diese befinden sich in einem separaten, abgetrennten und bewachten Bereich in einem Nebengebäude der DRK Kliniken Berlin Köpenick. Die medizinische Betreuung obliegt dem zuständigen Amtsarzt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz. Das Betreuungspersonal wird vom Deutschen Roten Kreuz gestellt und gehört nicht zum Mitarbeiterstamm der DRK Kliniken Berlin.

Wie stellen die DRK Kliniken Berlin die Sicherheit der Patientinnen und Patienten, Besucher und des Personals am Standort Köpenick sicher?

Unsere oberste Priorität ist es, die Patientenversorgung durch die DRK Kliniken Berlin Köpenick unbeeinträchtigt sicherzustellen. Um die Sicherheit von Patientinnen und Patienten, Besuchern und Personal in Köpenick zu gewährleisten, sind die Rückkehrerinnen und Rückkehrer einerseits in einem von der restlichen Patientenversorgung abgetrennten Bereich in einem Nebengebäude untergebracht. Außerdem erfolgt die medizinische und soziale Betreuung dort ausschließlich durch Personal, das nicht zum Mitarbeiterstamm der DRK Kliniken Berlin Köpenick gehört. Diese räumliche und personelle Trennung trägt maßgeblich zur Sicherheit der regulären Patientenversorgung in Köpenick bei.

Warum sind die Rückkehrerinnen und Rückkehrer an den DRK Kliniken Berlin Köpenick untergebracht?

Die Entscheidung, die Rückkehrerinnen und Rückkehrer hier bei uns unterzubringen, oblag der Bundesregierung und den Bundesbehörden. Wir, die DRK Kliniken Berlin, sind Teil des Deutschen Roten Kreuzes und damit einer nationalen Hilfsgesellschaft im humanitären Bereich. Es ist für uns daher selbstverständlich, dass wir die Bundesregierung und das Deutsche Rote Kreuz bei allen Maßnahmen unterstützen, um eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Was ist das Coronavirus und wie wird es übertragen?

Bei dem neuartigen Coronavirus 2019-nCoV handelt es sich um ein Ende Dezember 2019 in China erstmals entdecktes Virus, das Infektionen des Atemwegssystems verursacht. Personen, bei denen der Erreger nachgewiesen wurde, hatten entweder direkt oder indirekt Kontakt zu Personen innerhalb des Risikogebietes in China (Wuhan-Provinz Hubei). Der Erreger ist hoch ansteckend. Die Übertragung erfolgt durch eine Tröpfcheninfektion und wird zum Beispiel über Niesen oder Aushusten von Speicheltröpfchen weitergegeben. Für die Übertragung ist also ein direkter Kontakt zu einem Infizierten erforderlich. Die Symptome, die der Erreger verursacht, treten meist nach drei bis fünf Tagen auf. In Einzelfällen wurde auch eine Inkubationszeit von 14 Tagen beschrieben. Meist tritt eine milde Erkältungssymptomatik mit Husten und Schnupfen auf. In schwereren Fällen kommen Fieber und Atemnot dazu. Zur Sterblichkeit der Erkrankung gibt es bisher keine gesicherten Erkenntnisse.

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