Deutschland

Alle 20 China-Rückkehrer aus Berliner Quarantäne entlassen

Berlin/Köpenick. Alle 20 China-Rückkehrer konnten am heutigen Sonntag, den 23.02.2020 nach einer letzten, zugleich insgesamt vierten Untersuchung durch den Amtsarzt von Treptow-Köpenick den Isolierbereich im Verwaltungsgebäude der DRK-Kliniken Berlin Köpenick verlassen. Dort waren sie als Vorsichtsmaßnahme 14 Tage isoliert und wurden getrennt von der Patientenversorgung von Helfern des Deutschen-Roten-Kreuzes rund um die Uhr betreut. Alle regelmäßig amtsärztlich durchgeführten Tests auf das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) und die täglichen ärztlichen Untersuchungen auf Symptome hin waren negativ. Die DRK-Kliniken Berlin freuen sich mit den Rückkehrern, dass sie nunmehr beruhigt nach Hause abreisen können.

DRK-Leitung bedankt sich bei allen Beteiligten für die intensive Zusammenarbeit

„Auch wenn wir als DRK-Kliniken Berlin Köpenick nur die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben, haben einige unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort doch viel Arbeit investiert, um eine bestmögliche Unterbringung der Gäste zu ermöglichen. Dafür bedanken wir uns bei allen Beteiligten. Die Rückkehr zur Ausgangssituation vor dem Aufbau des Isolierbereiches wird auch nochmal unsere vereinten Kräfte und ein paar Tage Zeit in Anspruch nehmen.“, wie die Klinikleitung in einem Statement mitteilte.

Ferner beantworten die DRK-Kliniken Berlin Köpenick die wichtigsten Fragen:

Ist es sicher, dass die Rückkehrer das Coronavirus nicht doch in sich tragen?

Bei der zweiwöchigen Isolierung handelte es sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Alle Rückkehrer waren zum Zeitpunkt des Eintreffens vor 14 Tagen in Deutschland symptomfrei. Alle regelmäßigen virologischen Tests, die während der Isolation durchgeführt wurden, waren negativ; ebenso die Ergebnisse der täglichen ärztlichen Untersuchungen auf Symptome. Das gilt ebenso für die letzte Untersuchung, die am Morgen (Sonntag, 23.02.2020) der Abreise durch den Amtsarzt durchgeführt wurde.

Wie wird sichergestellt, dass sich in den Räumlichkeiten des Isolierbereichs kein Virus befindet?

Die amtsärztlichen Untersuchungen während der Isolation haben gezeigt, dass keine der in den DRK-Kliniken Berlin Köpenick untergebrachten Rückkehrer das Virus in sich trugen. Entsprechend ist der Isolierbereich auch zu keinem Zeitpunkt mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen. Unabhängig davon folgt jede Isolation einem streng amtsärztlich geprüften Hygieneplan. So wurden für die Räumlichkeiten hier zum Beispiel gründliche Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen während des Aufenthalts durchgeführt. Nach der Aufhebung der Quarantäne werden die Räumlichkeiten des Isolierbereiches von einer Fremdfirma vollständig desinfiziert und erst nach einer Begehung durch den Amtsarzt und unseren Chefarzt vom Institut für Hygiene wieder für die Nutzung freigegeben.

Was passiert mit den Gegenständen, die sich im Isolierbereich befanden?

Das ursprüngliche Mobiliar wurde vor dem Einrichten des Isolierbereichs entfernt und wird erst nach der abschließenden Desinfektion und Freigabe durch den Amtsarzt und unseren Chefarzt vom Institut für Hygiene wieder in die Zimmer gebracht. Alle in der Isolation verwendeten Gegenstände werden entweder speziell entsorgt oder vor dem erneuten Gebrauch gründlich desinfiziert.

Wann kann der Gebäudeteil wieder regulär genutzt werden?

Der als Isolierbereich genutzte Gebäudeteil kann voraussichtlich ab Anfang März 2020 wieder regulär genutzt werden. Darüber werden wir die Personen, die in diesem Bereich regulär tätig sind oder diesen nutzen, persönlich informieren.

Besteht eine Gefahr der Infektion für die Patienten, Mitarbeitenden oder Besucher der DRK-Kliniken Berlin Köpenick?

Die amtsärztlichen Untersuchungen während der Isolation haben gezeigt, dass keiner der im Isolierbereich untergebrachten Gäste das Coronavirus in sich trug. Die letzte Untersuchung durch den Amtsarzt erfolgte am Morgen der Abreise, bei dem weiterhin alle Rückkehrerinnen und Rückkehrer symptomfrei waren. Zudem erfolgte die Einrichtung des Isolierbereichs unter strengsten hygienischen Maßnahmen. Der Bereich war räumlich strikt von dem regulären Krankenhausbetrieb getrennt, abgesichert und bewacht. Damit war sichergestellt, dass niemand Zutritt zu dem Isolierbereich hatte. Zudem arbeiteten in dem Isolierbereich ausschließlich geschulte Kräfte der Bundes- und Landesverbände des Deutschen-Roten-Kreuzes, die nicht mit den Patienten, Angehörigen oder Anwohnern der DRK-Kliniken Berlin Köpenick in Verbindung gekommen sind. Es gab also nicht nur eine räumliche, sondern ebenso eine personelle Trennung zwischen dem Isolierbereich und regulärem Krankenhausbetrieb.

Ist absehbar, ob weitere Rückkehrer in den DRK-Kliniken Berlin Köpenick unterbracht werden?

Wir haben keinerlei Anhaltspunkte, dass die Bundesregierung und der Berliner Senat erneut unsere Unterstützung bei der Unterbringung etwaiger Rückkehrer aus China in Anspruch nehmen wollen. Daher gehen wir derzeit nicht davon aus, dass unsere Räumlichkeiten für diesen Zweck noch einmal in Anspruch genommen werden.

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