Deutschland

36 deutsche Passagiere von Schiffen in Japan und Kambodscha unter häusliche Quarantäne gestellt

Berlin. Am Sonntag, den 23.02.2020, konnten 20 Rückkehrer aus dem chinesischen Wuhan die Quarantäne verlassen (wir berichteten). Seit ihrer Ankunft in Berlin-Tegel vor zwei Wochen waren sie in einem separaten Teil der DRK-Kliniken Köpenick untergebracht. Die abschließenden Tests auf das Corona-Virus waren in allen Fällen negativ. „Die zentrale Unterbringung war nötig, um sie, ihr Umfeld und die Bevölkerung zu schützen“, so Gesundheitsminister Jens Spahn. Weitere deutsche Staatsangehörige die als Schiffspassagiere in Japan und Kambodscha waren und am Wochenende nach Deutschland zurückgebracht wurden, wurden allesamt unter häusliche Quarantäne gestellt.

36 Schiffspassagiere der „Diamond Princess“ (Japan) und „MS Westerdam“ (Kambodscha) in Deutschland unter häusliche Quarantäne gestellt

In der Nacht zu Samstag, den 22.02.2020, kamen sechs deutsche Staatsangehörige, die sich auf dem Passagierschiff „Diamond Princess“ in Japan aufgehalten haben, auf dem Flughafen Berlin-Tegel an. Ihre Betreuung wird durch das Deutsche-Rote-Kreuz in Abstimmung mit den Berliner Gesundheitsbehörden organisiert. Die Personen werden vorsorglich in häuslicher Quarantäne untergebracht.

Rund 30 deutsche Staatsangehörige, die sich auf dem Passagierschiff „MS Westerdam“ in Kambodscha aufgehalten haben, sind am frühen Freitagmorgen, den 21.02.2020, auf dem Flughafen Amsterdam in den Niederlanden gelandet. Die Personen werden vorsorglich in häuslicher Quarantäne untergebracht. Die zuständigen Gesundheitsbehörden in Deutschland wurden entsprechend informiert und kümmern sich um die weitere Betreuung.

Neue Rückkehrer am Freitag unter Quarantäne gestellt

Weitere 15 Deutsche sind am Freitag, den 21.02.2020, auf dem Stuttgarter Flughafen gelandet. Sie hatten sich in der chinesischen Provinz Hubei, beziehungsweise der Stadt Wuhan aufgehalten und werden vorsorglich isoliert in einem Hotel in Kirchheim unter Teck (Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg) untergebracht. Die medizinische und psychologische Betreuung erfolgt durch das Deutsche-Rote-Kreuz in Abstimmung mit dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, sowie dem Gesundheitsamt des Landkreises Esslingen.

Weltweit wurden 78.823 Fälle gemeldet, davon sind 2.462 Menschen verstorben.

Der von China ausgehende Ausbruch des Coronavirus hat inzwischen weltweite Auswirkungen. Der Schwerpunkt der Erkrankungen liegt zwar weiterhin in China, es sind jedoch mittlerweile zahlreiche Fälle in vielen Ländern der Welt aufgetreten, unter anderem in Deutschland und anderen EU-Ländern. Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung schätzt das Robert Koch-Institut aktuell weiterhin als gering ein.

Vorheriger ArtikelNächster Artikel
Team
Wir sind eine kleine Initiative aus Deutschland, die es sich zur Aufgabe gemacht, hat alle wichtigen Informationen rund um das Coronavirus im deutschsprachigen Raum auf einer Plattform zu bündeln. Sämtliche Informationen sind von offiziellen Stellen entnommen.