Deutschland

18. Infizierungsfall in Deutschland – Erster in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen/Heinsberg. Der 18. Infizierungsfall in Deutschland wurde in den späten Abendstunden des Dienstages, den 25.02.2020, durch den Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen bekannt gegeben. Für das Bundesland Nordrhein-Westfalen ist dies zugleich der erste Infizierungsfall mit dem Coronavirus. Kurz zuvor wurde der erste Fall in Baden-Württemberg – 17. in Deutschland – bekannt. Das nordrhein-westfälische „Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales“ hat es bislang versäumt, weder eine Pressemitteilung, noch über die sozialen Medien darüber zu Berichten. Der oben genannte Landkreis hat nun selbst Stellung bezogen.

Erster Fall im Landkreis Heinsberg – Infizierter in kritischem Zustand

Erstmals ist das Coronavirus (COVID-19) auch in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen worden: Die Infektion wurde bei einem 47-jährigen Mann aus dem Kreis Heinsberg diagnostiziert. Er war am Montagmittag mit Symptomen einer schweren Lungenentzündung im Erkelenzer Hermann-Josef-Krankenhaus aufgenommen worden. Der Patient befindet sich in einem kritischen Zustand und wird zurzeit auf der Intensivstation isoliert. Die Ehefrau des Patienten wird mit Symptomen einer Viruserkrankung ebenfalls stationär behandelt. Ihr Zustand ist aktuell stabil. Die Diagnose, ob sie sich ebenfalls mit dem Virus infiziert hat, steht noch aus.

Landkreis hat sofort Krisenstab einberufen – Alle Schulen und Kindergärten bleiben im Landkreis geschlossen

Der Kreis Heinsberg hat sofort den Krisenstab einberufen. Das Gesundheitsamt ermittelt zurzeit intensiv alle möglichen Kontaktpersonen. Der Krisenstab hat erste Maßnahmen ergriffen. Die Schulen und Kindergärten im Kreisgebiet bleiben morgen vorsorglich geschlossen. Die Kreisverwaltung Heinsberg bleibt morgen ebenfalls für den Publikumsverkehr geschlossen. Über weitere Maßnahmen im öffentlichen Raum berät der Krisenstab zurzeit.

Gesundheitsminister Laumann nicht überrascht

„Wir mussten spätestens seit den ersten Fällen in Bayern davon ausgehen, dass ebenso in Nordrhein-Westfalen mit einem Import von Infektionsfällen sowie weiteren Übertragungen und Infektionsketten zu rechnen ist. Die zuständigen Behörden gehen den Fällen jetzt mit Hochdruck nach, um eine weitere Verbreitung des Coronavirus so gut es geht zu verhindern. Es ist nicht auszuschließen, dass es weitere Fälle im Land geben kann. Ebenfalls ist unser Gesundheitswesen für solche Erkrankungen gut vorbereitet und aufgestellt“, sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Krisenstab bittet Bürger nicht bei größeren Menschenmengen zu sein – Notrufleitungen sollen nicht blockiert werden

Der Krisenstab bittet Bürgerinnen und Bürger darum, im Kreis Heinsberg aufgrund des aktuellen Falles von Besuchen in Gemeinschaftseinrichtungen wie Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen abzusehen sowie die Notrufnummern 112 und 110 nicht unnötig zu blockieren. Menschen, die zurzeit grippeähnliche Symptome aufweisen, werden gebeten, ihren Hausarzt bzw. Notarztpraxis zunächst telefonisch zu kontaktieren, um die weitere Vorgehensweise abzuklären.

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